Wochenthema: Kinder: 

And the winner is...

Die Kinder von heute sind die Gesellschaft von morgen.
Dalai Lama

WOCHE 16: KINDER

Auftraggeberin: Rebekka Lötscher

 KINDER: DAS HUMANKAPITAL VON SINGAPUR? 

"Die Singapurer werden reicher – aber sie sterben langsam aus", so titelte die NZZ bereits 2019 eine Berichterstattung über die demografische Entwicklung des Stadtstaats. Zwar habe die Regierung ihre Bürgerinnen und Bürger im Griff – so die NZZ weiter - doch in einer Angelegenheit sei sie machtlos. Die einheimische Bevölkerung bringe zu wenig Nachwuchs auf die Welt[1].


1960 brachte eine Frau in Singapur im Schnitt noch fast fünf Kinder zur Welt. Obwohl der Staat seit einigen Jahren auf finanzielle Anreize setzt und für jedes Neugeborene umgerechnet 6000 Franken zahlt, lag 2020 die Fertilitätsrate bei nur gerade1.04 Kinder pro Frau[2]. Trotzdem wird – aufgrund einer hohen Migrationsrate – auch für die kommenden Jahre ein Bevölkerungswachstum prognostiziert. Aktuell leben ungefähr 5.8 Millionen Menschen in Singapur. Während sich 3.5 Millionen als "Bürgerinnen oder Bürger" des kleinen Stadtstaats bezeichnen dürfen, sind 530 000 Ausländerinnen und Ausländer permanent in Singapur sowie 1.7 Millionen ohne dauerhafte Aufenthaltsbewilligung[3].

Die Tatsache, dass Singapur über praktisch keine Bodenschätze verfügt und aufgrund seiner Fläche und Bevölkerungsdichte sehr wenig Landwirtschaft betreiben kann, ist man von Importen abhängig. Deshalb setzt man auf die Entwicklung des "Humankapitals". Bildung und Forschung haben im Staat eine zentrale Bedeutung. Auch bei singapurischen Eltern geniesst die Schullaufbahn der Kinder einen hohen Stellenwert. Daher wird es als selbstverständlich erachtet, einen grossen Teil des Einkommens in die Ausbildung der Nachkommen zu investieren. Ziel für viele ist es, die Kinder an einer renommierten Hochschule im Ausland studieren zu lassen[4].

Erstaunlich ist, dass Bildung in Singapur noch keine lange Tradition hat. Erst in den 1960er Jahren setzte man sich zum Ziel, allen Kindern den gebührenfreien, mindestens sechsjährigen Besuch einer Schule zu ermöglichen. Seither wurde viel ins Schulsystem investiert, in rasantem Tempo vorangetrieben und man setzte auf eine konsequente Gestaltung eines mehrsprachigen Unterrichts. Englisch spielt dabei seither neben Malaiisch, Chinesisch und Tamil eine wesentliche Rolle. Die Investitionen haben sich diesbezüglich ausbezahlt. Während 1959 nur 47 Prozent der Schülerinnen und Schüler den englischsprachigen Zweig einer Grundschule besuchten, stieg diese Zahl bis 1979 auf 91 Prozent an [4].

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Die jährlichen Bildungsausgaben von Singapur spiegeln den Stellenwert von Bildung im Land. Während Deutschland etwas mehr als zehn Prozent[5] und die Schweiz etwas weniger als 20 Prozent[6] der gesamten Staatsausgaben in Bildung investiert, fliessen in Singapur beinahe ein Drittel aller Ausgaben in diesen Bereich. Nicht erstaunlich, dass bei den jungen Erwachsenen das Studium und die Arbeit an erster Stelle kommt und man dadurch, zu beschäftigt für die Liebe ist [7] ;-).

Zwar hat sich Singapur – in nur einer Generation - vom Entwicklungsland zur Wirtschaftsmacht verändert. Doch der Preis des Aufstiegs ist hoch, denn es gibt immer weniger Nachwuchs! 
 

[1] https://www.nzz.ch/wirtschaft/stress-arbeitszeiten-und-lebenskosten-die-inneren-feinde-des-singapurer-erfolgsmodells-ld.1484047?reduced=true
[2] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/749239/umfrage/fertilitaetsrate-in-singapur/#:~:text=Im%20Jahr%202022%20beträgt%20die,gebärfähigen%20Alters%20zur%20Welt%20bringt. [3] https://www.daad.de/app/bsa/pdf/long/198/current/ [4] bsa_report_long_singapur.pdf

[5] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/749239/umfrage/fertilitaetsrate-in-singapur/#:~:text=Im%20Jahr%202022%20beträgt%20die,gebärfähigen%20Alters%20zur%20Welt%20bringt.[6] https://www.nzz.ch/schweiz/bildungsausgaben-erneute-zunahme-in-den-vergangenen-jahren-ld.1628582 [7] https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/Singapur-Kindermangel-und-Single-Dasein-100.html

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Wochenthema "FREIHEIT": 

And the winner is...


Lebe in der Sonne, schwimme im Meer, trinke die wilde Luft.
Ralph Waldo Emerson 


WOCHE 15: FREIHEIT

Auftraggeberin: 
Julia Gut


Wenn ich heute an "Freiheit" denke, so denke ich auch unweigerlich an Musik. Deshalb ist es auch überhaupt nicht verwunderlich, dass mich diese Woche zwei Musiktitel bei der Sujet-Wahl für die Wochenchallenge inspiriert haben. So habe ich entweder "summend fotografiert" oder "fotografierend gesungen". Beim Betrachten der Fotos dürfte es euch bereits klargeworden sein, um welche zwei Titel es sich wohl gehandelt haben könnte...

VIEL VERGNÜGEN BEIM RATEN ;-)!


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Wochenthema "AUFBRUCH": 

And the winner is...

WOCHE 14: Aufbruch

Auftraggeberin: Petra Birk

Wer erinnert sich noch an das Brettspiel "Swissair"? In meiner Familie wurde es in den frühen 1980er Jahren ganze Nachmittage lang gespielt. Dadurch lernten wir nicht nur die Kontinente, Länder und Städte, sondern auch die Flughäfen der grossen weiten Welt kennen. Wahrscheinlich hörte ich damals das erste Mal von Singapur. Wie Frankfurt, Paris oder Los Angeles besass dieser kleine Stadtstaat einen "20er-Flughafen", was im Spiel die Höchstbewertung bedeutete und uns signalisierte, dass der Flughafen sehr bedeutend war. 

Auch heute - viele Jahre später - zählt der "Singapore Airport" noch immer zu den grössten Flughäfen weltweit. Mit 68.2 Millionen Reisenden im Jahr 2019 lag er bezüglich "Passagieraufkommen" auf Rang 18 [1]. Wie aus der Flughafenstatistik zu entnehmen ist, flogen diese Passagiere mit 80 unterschiedlichen Fluggesellschaften und kamen aus 60 Ländern bezugsweise 190 Städten[2].

 

Um Passagiere, die AUFBRECHEN, fotografieren zu können, reise ich deshalb am Montagnachmittag mit der MRT zum Flughafen Changi. Dieser befindet sich 17 Kilometer östlich der Innenstadt und ist verkehrstechnisch optimal an das Stadtzentrum angeschlossen[3]. Mit der "Grünen Linie", die sich direkt vor unserer Haustüre befindet, bin ich in 25 Minuten am Ziel und finde "meine Kulisse". Ganze Familien brechen auf, um nach Pakistan, Neuseeland oder in die USA zu fliegen. Indische Gastarbeiter freuen sich auf das langersehnte Wiedersehen mit ihren Familien. Ein älteres Ehepaar ist startklar, um Europa zu bereisen und der kleine Rayan versucht seinen „Check-In“ am Automaten zu tätigen. 

Der Singapur Airport ist ein wichtiges Drehkreuz zwischen Europa und Südostasien. In diesem Jahr darf er sich als "Bester Flughafen der Welt" bezeichnen. Noch vor Doha und Tokyo wurde er bereits das zwölfte Mal mit dem “World Airport Award” ausgezeichnet [4]. Der Changi gewann ausserdem den ersten Platz für die weltbeste Gastronomie am Flughafen und die weltbesten Freizeiteinrichtungen am Flughafen[5]

So ist es nicht erstaunlich, dass ich auf viele Einheimische treffen, die sich am Flughafen vergnügen. Seit der jüngsten Flughafenerweiterung durch das "Jewel" gibt es inmitten von 2000 Bäumen einen 40 Meter hohen Indoor-Wasserfall zu bestaunen. Als weiteres Publikumsmagnet fungiert der 14000 m2 Dachpark, auf dem sich Gärten, Wanderwege und Spielplätze befinden[6]. Dies ist mir dann doch etwas "to much" und so beschliesse ich am späten Nachmittag AUFZUBRECHEN und mit der MRT nach Hause zu fahren...

 

[1]https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_größten_Flughäfen_nach_Passagieraufkommen#Passagieraufkommen_2022[2] https://de.wikivoyage.org/wiki/Flughafen_Singapur[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Singapur[4] https://www.worldairportawards.com[5] https://www.internationales-verkehrswesen.de/world-airport-awards-2023-singapore-changi-airport-the-best/[6] https://www.visitsingapore.com/de_de/travel-guide-tips/travelling-to-singapore/changi-airport-singapore/jewel-changi-airport/


Noch mehr bilder...

Wochenthema "PETS": 

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WOCHE 13: "PETS"

Auftraggeberin: Jasmin Schwitter

HAUSTIERE IN SINGAPUR 

Es ist Samstagmorgen, kurz vor zehn Uhr in Singapur und schon wieder findet im zentrumsnahen Park ein Event statt. Die unzähligen Kinderwagen, die dort überall zu sehen sind, lassen vorschnell darauf schliessen, dass es sich um einen Kinderanlass handeln könnte. Doch weit gefehlt! Die "Paws&Furs" – was soviel wie "Pfoten und Felle" heisst - richtet sich an Haustiere und deren Besitzerinnen und Besitzer.
 
Während in der Schweiz 44 Prozent der Bevölkerung Haustiere haben, sind es in Singapur nur gerade 33 Prozent[1]. In der Schweiz sind Katzen mit 1.85 Millionen eindeutig in der Überzahl. Dagegen gibt es nur eine halbe Million Hunde [2]. Im Gegensatz dazu sind in Singapur Hunde – mit einem Anteil von 52 Prozent - die beliebtesten Haustiere. Während 27 Prozent der Haustierhaltenden eine Katze besitzen, haben 21 Prozent Fische. Vögel, Schildkröten und Hasen sind mit jeweils 7 Prozent vertreten.

Hunde sind in Singapur an allen Strassenecken zu sehen. An Wochenenden werden sie von ihren Herrchen und Frauchen im Hundewagen spazieren geführt. Damit das haarige Familienmitglied nicht zu stark schwitzen muss, darf auch ein Ventilator am Wagen nicht fehlen. Sehr oft werden dem Vierbeiner auch Schuhe oder Kleider angezogen.

Bereits 2013 schrieb die "Mittelbayrische Zeitung"[3] davon, dass für viele Herrchen und Frauchen Haustiere als Kinderersatz fungierten. Unter dem Titel "Die Luxushunde von Singapur" berichtete die Zeitung in diesem Zusammenhang von speziellen Bootsfahrten und diversen Wellnessangeboten. Zudem wurden schon damals Todesanzeigen mit Nachrufen für die Lieblinge in der Tageszeitung veröffentlicht. Da die Haustiere zur Familie gehören, sei deren Tod eine sehr sensible Angelegenheit. Auch von Hundeyogastunden, in welchen "Herrchen und Hundchen" gemeinsam Zeit verbringen, war damals die Rede.

Die Frage, weshalb es in Singapur viel weniger Katzen als Hunde gibt, lässt sich einfach erklären, denn die Haltung von Katzen ist in den meisten Wohnungen verboten. Doch auch hier ist man einfallsreich geworden und hat eine Marktlücke entdeckt. Katzencafés sind Tierliebhabern ein willkommener Ersatz.Hier darf mit den Katzen gespielt und geschmust werden[4].

An der "Paws&Furs" sind Hunde natürlich in der Überzahl. Folglich erstaunt es nicht, dass an diesem Samstagmorgen auch Yoga mit dem Vierbeiner angeboten wird. Da neben einem Fotoshooting  auch ein Outfit-Wettbewerb auf dem Programm steht, sind sowohl Zwei- als auch Vierbeiner sonntäglich herausgeputzt. Deshalb spazieren "Frauchen und Tierchen" im Partnerlook über die Bühne. Zudem werden Kunststücke vorgeführt, die das zahlreich erschienene Publikum mit viel Applaus würdigt.

Und ich staune und freue mich über so viel Lebensfreude und so viele fotogene Sujets!


[1] https://www.statista.com/statistics/1320854/singapore-pet-ownership-rate-by-type/                                     [2] https://de.statista.com/themen/3748/haustiere-in-der-schweiz/#topicOverview
[3] https://www.mittelbayerische.de/archiv/1/die-luxushunde-von-singapur-11319215

[4] https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/katzencafes-als-haustierersatz-in-singapur-3607498.html


Wochenthema "GLÜCK": 

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WOCHE 12: Glück

Auftraggeberin: Sandra Achermann

Nur das Leben im gegenwärtigen Moment kann zu Glück führen.
Felix Jaehn

Obwohl ich mir in Singapur die grösste Mühe gebe,  im HIER und JETZT zu leben, höre ich weiterhin fleissig SRF 3 und lese täglich die Luzerner Zeitung. GLÜCKLICHERWEISE erschien gestern darin ein Gastkommentar von Margrit Stamm, der meine Botschaft, die sich hinter der dieswöchigen Fotochallenge versteckt, wunderbar hervorhebt.

Stamm schreibt davon, dass heutzutage Bildung und Erziehung viel zu oft darauf abzielen würden, Kinder möglichst schnell zu optimieren. Die Erziehungswissenschafterin zitiert in diesem Zusammenhang den amerikanischen Psychologen David Elkind, der von einer "Hetze durch Frühförderung, Schule und Freizeit" spricht. Dies wird mittlerweile in Fachkreisen als "Hothousing" - beziehungsweise "Treibhausförderung" - bezeichnet, in welcher man die Überzeugung vertritt, Kinder könne man wie Diamanten schleifen, um sie maximal leistungsfähig zu machen.

Deshalb plädiert Margrit Stamm - als Gegenentwurf zum Slogan unserer Optierungsgesellschaft "Wir eilen, also sind wir" - für das Schenken von viel Entwicklungszeit. Kindern sollte es erlaubt sein, in der Gegenwart verweilen zu dürfen und zu spielen.  Dies - so die Autorin - sei Balsam für das Wohlbefinden und für die Entwicklung des Selbstwertgefühls.  Denn genau da, wo Kinder verweilen und spielen dürfen, entsteht das Glück...

Deshalb durfte ich dank der zwölften Challengeaufgabe diesem Aspekt von Glück auf die Spur gehen, den Kindern beim unbeschwerten Spielen zuschauen und mich daran freuen, denn...

Das Leben wird ein Fest, wenn du dich an einfachen Dingen freuen kannst.“
Phil Bosmans


In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine glückliche Woche :-)!


[1] STAMM, Margrit (2023). Kinder im Treibhaus. Gastkommentar zur Frage, warum der Müssiggang vorbei ist. IN: Luzerner Zeitung Ausgabe vom 30. November 2023. Luzern: CH-Media.

Wochenthema "RUND": 

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WOCHE 11: RUND

Auftraggeberin: Jana Camenzind

Rund

 

Meine Leidenschaft zum Fotografieren entdeckte ich im Frühling 1988 während einer Projektwoche. Als junge Seminaristin wurde ich in die Geheimnisse der Fotografie mit analoger Spiegelreflexkamera eingeführt. Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen! Sowohl beim Fotografieren als auch in der Dunkelkammer geriet ich in den totalen Flow, in welchem ich keinerlei Zeitempfinden mehr hatte. Da der ILFORD Film in der Kamera lediglich für 24 oder 36 Bilder Platz hatte, wurde er sparsam und bewusst belichtet. Denn schliesslich war der Film und jeder Abzug teuer. 

 

Zwischenzeitlich sind mehr als 35 Jahre vergangen, ich fotografiere noch immer leidenschaftlich gerne und gerate oft in den "Flow".  Noch immer orientiere ich mich an der analogen Fotografie und produziere – auch mit meiner digitalen Canon - lieber wenige Fotos, dafür aber genau nach meinen Vorstellungen. 

 

Doch diese Woche war alles ganz anders... ich machte mich auf die Suche nach runden Sachen und fand sie überall. Schlussendlich hatte ich 227 Bilder auf meiner Speicherkarte aus denen sich wunderbar Collagen zum Thema RUND herstellen liessen... 

 

Eine runde Sache? 

Alles lief rund! 

 

Wochenthema "OBEN-UNTEN": 

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WOCHE 10: Oben und unten

Auftraggeberin: Sibylle Schnell Meier 


Von unten betrachtet gibt es nur oben.
Marina Zuber

 

Während meiner Kindheit waren Rolltreppen für mich "etwas ausserordentlich Besonderes". Kein Wunder, denn in meinem Heimatkanton gab es in den 1980er-Jahren nur gerade zwei Rolltreppen. In Singapur, das flächenmässig nur unwesentlich grösser als der Kanton Glarus ist, sind Rolltreppen omnipräsent. Sie bringen uns komfortabel von UNTEN nach OBEN oder von OBEN nach UNTEN und man findet sie in Geschäftshäusern, Banken, Shopping Malls, Restaurants, Hotels und in allen 134 MRT Stationen... 

 

Auf den "Mass Rapid Transit" - kurz MRT - kann Singapur stolz sein! Singapurs einzigartige Metro transportiert täglich durchschnittlich 3 Millionen Fahrgäste[1]. Der erste Abschnitt – von sechs Kilometern mit fünf Stationen - wurde im November 1987 eröffnet[2]. Danach wurde das Netz im Schnellzugtempo ausgebaut.  Mittlerweile gibt es sechs Linien mit insgesamt 228.1 Kilometern Streckennetz [3]. Bis 2040 sollen weitere 180 Kilometer dazukommen [4]

 

Der MRT gilt als  "ältestes, verkehrsreichstes und umfassendstes Schnellverkehrssystem von Südostasien", welches zudem über das längste vollautomatische und fahrerlose Netzwerk verfügt. Darüberhinaus gibt es hier auch die weltweit längsten und tiefsten U-Bahn-Tunnelabschnitte zu bestaunen [4]. 

Die visionären und mutigen Investitionen in die Zukunft  haben sich ausbezahlt.  Aufgrund der tiefen  Fahrpreise sowie der hohen Frequenz fährt hierzulande "jede und jeder" - statt mit dem Auto - mit dem MRT und darf dadurch die unzähligen Rolltreppen, die uns von OBEN nach UNTEN und von UNTEN nach OBEN bringen, benutzen und bestaunen. 

PS: Gemäss meiner Hochrechnung müssten im Kanton Glarus ungefähr gleiche viele Menschen leben wie es Rolltreppen in Singapur gibt ;-). 


[1] https://www.statista.com/statistics/1006216/singapore-daily-mrt-system-ridership/
[2] https://mothership.sg/2017/11/november-7-1987-mrt-started-singapore/
[3] https://www.sgtrains.com/network-figures.html
[4]  https://de.wikipedia.org/wiki/Mass_Rapid_Transit_(Singapur)

Wochenthema "SKY": 

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WEITERE BILDER

Woche 9: "SKY"

Auftraggeberin: Emma Politis 

Das Wetter wird wieder,
wolkig bis heiter...
die Wolken ziehen weiter.

Alin Coen 

Wolken sind H I M M L I S C H ! Ohne Wolken würden wir nicht ehrfurchtsvoll in den Himmel schauen und die  ständigen Veränderungen der Wolkenbilder bestaunen. Und genau dies durfte ich dank Emmas Auftrag ... ich durfte den Wolken beim Wandern, Schweben und Wachsen zusehen. Wie Zuckerwatten oder Schneelawinen präsentierten sie sich am Himmelszelt und veränderten ihre Gestalten und Farben  in rasantem Tempo. 

Eigentlich kein Wunder, denn Wolken und Regen gehören - mit 160 Regentagen - zu Singapur wie die Berge und der Schnee zur Schweiz. Da es sich jedoch meist um kurze Regengüsse handelt, die etwas Abkühlung bringen, stört sich niemand daran.  Auch scheint sich hier kein Mensch für Wettervorhersagen zu interessieren. Muss man auch nicht, denn diese prognostizieren - beinahe täglich - entweder Regengüsse oder Gewitter.

Da Singapur 137 Kilometer nördlich des Äquators liegt, herrscht hier tropisches Regenwaldklima mit Temperaturen, die im Jahresschnitt bei 29 Grad liegen. Zudem sind die Tage und Nächte immer ungefähr gleich lang. Nur gerade neun Minuten beträgt die Differenz zwischen dem längsten Tag - am 21. Juni - der 12 Stunden und 10 Minuten dauert und dem kürzesten Tag. Aktuell – am 12. November - ist die Sonne um 6.46 Uhr aufgegangen und wird um 18.50 Uhr untergehen. Danach gibt es - sofern es nicht regnet - freie Sicht auf den Sternenhimmel...

E I N F A C H    H I M M L I S C H!