Wochenthema: 

LANDWIRTSCHAFT

 and the winner is... 

WOCHE 74: 

LANDWIRTSCHAFT

Auftraggeberin: Jessica Käslin
Veröffentlichung: 27. April 2025


«Wenn man einmal Kühe muhen, Ziegen blöken und Hähne krähen hört, statt Hörner zu blasen, ist das ein wahrer Segen. Als Kind auf dem Bauernhof aufzuwachsen ist das beste Leben überhaupt.» (Viknesh)

Ein Satz, den man eher von einem Schweizer Grossvater als von einem Singapurer erwarten würde – dachte ich zumindest. Bis letzten Sonntag.

Dank der Foto-Challenge verschlägt es uns an einen Ort, den man in Singapur kaum für möglich hält: die Viknesh Dairy Farm – ein Familienbetrieb mit hinduistischen Wurzeln, versteckt im nordwestlichsten Zipfel des Stadtstaats, nahe der Grenze zu Malaysia. Dort, wo sich Fuchs und Hase – oder besser gesagt Krokodil und Affe – gute Nacht sagen.

Nach 90 Minuten Busfahrt, die mehr Abenteuer als Fortbewegung ist, erreichen wir reichlich durchgeschüttelt unser Ziel. Und trauen unseren Augen kaum: Ein Bauernhof! In Singapur! Umgeben von wucherndem Grün, fernab von Hochhäusern und hupenden Taxis, liegt der Hof wie eine kleine Fatamorgana inmitten des Tropendschungels.

Schon beim ersten Schritt über das Gelände umfängt uns der Duft von frischem Gras und Tierfutter. Ziegen meckern, Hühner scharren durchs Gras, und die Kühe schauen neugierig aus dem Stall. Die Tiere wirken entspannt, zufrieden – ja, fast heilig.

Dass wir hier einem der letzten lebendigen Zeugnisse ländlicher Tradition in Singapur begegnen, macht den Ort umso faszinierender. Denn tatsächlich war die Milchwirtschaft einst ein bedeutender Bestandteil des städtischen Alltags. Ende des 19. Jahrhunderts versorgten vor allem indische Bauern – meist Tamilen – die Stadt mit frischer Milch. Diese war jedoch ein Luxusgut, das fast ausschliesslich der britischen Kolonialelite und wohlhabenderen indischen Familien vorbehalten war. Für die chinesische und malaiische Bevölkerung war Milch damals kaum ein Teil der Ernährung[1].

Die Milchproduktion war mühsam und oft unhygienisch, was regelmässig zu Qualitätsproblemen führte. So begann man 1903, gefrorene Milch und Butter aus Australien zu importieren. In den 1930er Jahren entstanden modernere Betriebe mit wissenschaftlicher Tierpflege – doch der Konsum blieb elitär. Während der japanischen Besatzung im Zweiten Weltkrieg wurde ein Grossteil der Rinder geschlachtet, und nach dem Krieg übernahm der Import schrittweise die Versorgung[2].

Heute steht nur noch ein Milchbetrieb in Betrieb: die Viknesh Dairy Farm. Seit 2003 setzt die Familie auf biologische Fütterung, gesunde Produkte und ehrlichen Service. Die Kühe – beeindruckend gross und fast ehrfurchtgebietend – werden zweimal täglich gemolken und mit frisch gemähtem Gras versorgt[3].

Die Atmosphäre auf dem Hof ist ruhig, fast andächtig – eine wahre Oase des Respekts und der Pflege. Man spürt, dass hier mit Hingabe gearbeitet wird. Tiere sind im hinduistischen Glauben heilig – das merkt man jedem Handgriff, jedem Blick des Bauern an. Die Kühe werden nicht geschlachtet, sondern dürfen ein langes, würdiges Leben führen. Auch die Ziegen und Hühner haben reichlich Auslauf, stolzieren selbstbewusst umher, als wüssten sie, dass sie hier nicht bloss Nutztiere, sondern Mitbewohner sind.

Inmitten der hektischen Metropole wirkt dieser Ort wie ein anderer Klang von Singapur: Wolkenkratzer, Banken, steriler Glanz – all das scheint hier weit weg. Stattdessen Natur, Tierstimmen und ein Lebensrhythmus, der spürbar aus der Zeit gefallen ist. Ein Stück Singapur, das fast niemand kennt – und das wie eine kleine Pause vom Alltag wirkt.

Der indische Bauer lächelt stolz, hält uns eine Flasche frischer Milch entgegen. Und irgendwie schmeckt sie – zwischen Ziegenblöken und Hahnenkrähen – nach etwas, das man in dieser Stadt kaum erwartet: Heimat.

[1] https://en.wikipedia.org/wiki/Dairy_farming_in_Singapore[2] https://en.wikipedia.org/wiki/Dairy_farming_in_Singapore[3] https://vikneshdairyfarm.com.sg


Wochenthema: 

FRAKTALE

 and the winner is... 

WOCHE 73: 

FRAKTAL

Auftraggeberin: Monika Schärli
Veröffentlichung: 20. April 2025

Pünktlich zur Osterzeit wird mir mit dem aktuellen Challengethema ein Ei gelegt: «Fraktale»?
Ich muss gestehen, zuerst war ich ratlos. Doch dann regte sich mein Gedächtnis – und erinnerte sich an den Mathematikunterricht von damals. Das Stichwort «Romanesco» tauchte auf, dieses wunderbare Gemüse, bei dem jedes kleine Röschen aussieht wie das grosse Ganze. Fraktale eben.

Dank Google weiss ich schnell: Fraktale sind überall. In der Natur begegnen sie uns ständig – man muss nur genau hinsehen. Zum Beispiel bei Bäumen, deren Äste wiederum wie kleine Bäume wirken. Denn dieses Prinzip, das sich wiederholende Muster, steckt im Wachstum selbst[1].
Und weil ich gerade beim Thema Mathematik war, fiel mir auf, dass ich bisher noch nie über Bildung geschrieben hatte – dabei lebe ich in einem Land, das in diesem Bereich international ganz vorne mitmischt.

Bei der letzten PISA-Erhebung 2022 belegte Singapur weltweit den Spitzenplatz – in allen drei getesteten Bereichen: Mathematik, Lesekompetenz und Naturwissenschaften. Bildung hat hier oberste Priorität. Rund ein Fünftel der Staatsausgaben fliesst ins Bildungssystem, vor allem in die Aus- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern. Nur das Militär erhält noch mehr Mittel. Das zeigt, wie ernst das Land es mit der Zukunft seiner Kinder meint[2].

Der Lehrberuf geniesst hohes Ansehen, die Ausbildung ist exzellent, und wer unterrichten will, muss zu den Besten gehören. Lehrerinnen und Lehrer absolvieren jährlich 100 Stunden Weiterbildung – inklusive Reflexion des tatsächlichen Lerngewinns. Und das zahlt sich aus: Die meisten Jugendlichen schliessen die Schule erfolgreich ab. Fleiss, Disziplin und Ausdauer gelten als zentrale Werte – aber reines Pauken reicht nicht. Stattdessen setzen die Schulen auf variierende Aufgaben mit Alltagsbezug, die zum Mitdenken und Mitfühlen einladen[3]. Es ist fast, als hätten die Lehrpersonen das Prinzip der Fraktale auch im Klassenzimmer verinnerlicht: das grosse Ganze im Blick – und doch aufmerksam für jedes einzelne Detail.

Mit diesem Gedanken im Kopf zog ich los – Kamera um den Hals – und machte mich auf die Suche nach fraktalen Strukturen. Mein Traum: ein Romanesco vor der Linse. Doch in den Gemüseabteilungen gab’s nur Broccoli und Blumenkohl. Am Ende landeten diese – zusammen mit Beeren, Blättern und vielem mehr – vor meiner Kamera. Ob es sich bei allen Motiven tatsächlich um «echte» Fraktale handelt, sei dahingestellt. Schönheit liegt bekanntlich im Detail – und manchmal auch im Ungefähren.
  
 
[1] https://ben.design/fraktale-in-der-natur/ [2] https://www.fr.de/politik/singapur-schulen-pisa-studie-ergebnisse-weltmeister-spitzenplatz-fernost-92713070.html [3] https://deutsches-schulportal.de/expertenstimmen/warum-singapurs-schueler-bei-pisa-so-gut-abschneiden/

Wochenthema: 

CHINESISCH

 and the winner is... 


WOCHE 72: 

CHINESISCH

Auftraggeber: Yves Wymann
Veröffentlichung: 13. April 2025


Chinesisch und Singapur? Natürlich! Denn rund 74 Prozent der Bevölkerung Singapurs sind chinesischer Abstammung. Im 19. Jahrhundert wanderten viele Chinesinnen und Chinesen auf der Suche nach Arbeit aus dem südlichen China nach Südostasien aus – häufig ungelernte Arbeiterinnen und Arbeiter, die während der Kolonialzeit hier ein neues Leben begannen.[1] Es überrascht daher nicht, dass chinesische Kultur in Singapur allgegenwärtig ist: in der Sprache, im Essen, in der Unterhaltung und bei traditionellen Festen.

Doch was einst traditionell war, hat sich längst mit anderen lokalen, ethnischen und westlichen Einflüssen vermischt.[2] Auch die chinesische Sprache verliert zunehmend an Bedeutung. Laut Volksbefragung von 2020 sprechen nur noch 38 Prozent der Bevölkerung zu Hause Chinesisch – sei es Mandarin oder ein chinesischer Dialekt. Im Jahr 2000 waren es noch 60 Prozent. Im gleichen Zeitraum hat sich der Anteil der Menschen, die zu Hause Englisch sprechen, von 23 Prozent auf 48,3 Prozent mehr als verdoppelt.[3]
Englisch dient in Singapur als Brückensprache, die Kommunikationsbarrieren zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen überwindet. Als Verwaltungssprache der britischen Kolonialzeit wurde sie bei der Staatsgründung 1965 bewusst beibehalten – mit dem Ziel, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Gleichzeitig werden die drei weiteren Amtssprachen – Mandarin, Malaiisch und Tamil – gleichberechtigt unterstützt. Öffentliche Beschilderungen, Hinweistafeln und Lautsprecherdurchsagen erscheinen oft mehrsprachig – ein Spiegelbild der kulturellen und sprachlichen Vielfalt des Stadtstaats.[4]

Auch wenn China nach wie vor Singapurs wichtigster Handelspartner ist, grenzt sich das Land politisch und kulturell bewusst ab. So betonte der singapurische Botschafter Tommy Koh im vergangenen Herbst: „China muss verstehen, dass Singapur ein multiethnisches und kein chinesisches Land ist. Darüber hinaus sind die Interessen Singapurs als souveränes und unabhängiges Land nicht immer mit denen Chinas deckungsgleich.“

Da wir am Rande von Chinatown leben, ist mir diese anfangs fremde Welt längst vertraut – und mehr noch: faszinierend. Ob im Fengshui-Zentrum oder auf dem Markt, die Zeichen chinesischer Kultur begegnen mir überall. Die dieswöchige Challenge fiel mir daher besonders leicht. Am Sonntag zog ich mit der Kamera los – offen für das, was mir begegnen würde...

Auf dem Markt entdeckte ich Hühnerfüsse, rote Lampions, Massagekugeln, Porzellanschalen, winkende Katzen und kleine Mönche, die Reichtum versprechen. Im chinesischen Tempel bewunderte ich Laternen, Räucherstäbchen, Glücksmünzen und Kalligrafiepinsel, im Fengshui-Zentrum Möbel, goldene Statuen und kleine Schildkröten – alles Symbole für Wohlstand und Harmonie. Und als ich später auf dem Dach eines Hotels stand, eröffnete sich mir ein fantastischer Blick auf die historischen Shophouses.
Nur ein paar Schritte weiter: Strassennamen auf Chinesisch, MRT-Ansagen in Mandarin und Menschen, die vertieft in chinesischen Zeitungen lesen. China – wenn auch in einer sanften, angepassten Variante – ist hier wirklich überall präsent. Nur manchmal, beim Anblick von Entenhälsen, fermentierten Eiern oder mysteriösen Suppen-Zutaten, spüre ich: Ganz angekommen bin ich vielleicht doch noch nicht. Aber solange mir die roten Lampions, die Pandas und die golden glänzenden Glückssymbole zulächeln, ziehe ich weiter mit meiner Kamera – mit einem Hauch Staunen und einem kleinen Sicherheitsabstand zur Innereien-Theke.

 
[1] https://en-m-wikipedia-org.translate.goog/wiki/Chinese_nationals_in_Singapore?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq[2] https://www.visitsingapore.com/de_de/travel-guide-tips/about-singapore/people-of-singapore/[3] https://en.wikipedia.org/wiki/Languages_of_Singapore[4] https://www-springtraining-sg.translate.goog/the-importance-of-english-language-in-singapore-2024/?_x_tr_sl=en&_x_tr_tl=de&_x_tr_hl=de&_x_tr_pto=rq 

Wochenthema: 

FRÜHLING

 and the winners are... 

Weitere Bilder: 

Marlo Schärli 

Die Blumen des Frühlings sind die Träume des Winters,
die sich Engel in der Frühe des Morgens erzählen.
Khalil Gibran


Maria Rodriguez

Ohne die Kälte des Winters gäbe es die Wärme des Frühlings nicht.
Ho Chi Minh 

Jana Wyrsch

Der Frühling ist die Art und Weise, wie die Natur sagt:
"Lasst uns feiern!"

Robin Williams 

Jacqueline Gasser

In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrössten Wunder.
Carl von Linné

Ueli Enzmann

Nur der späte Wurm verpasst den Vogel. 

Tierweisheit

Nadine Lussi: 

Eine halbe Stunde an einem Frühlingsabend ist tausend Goldstücke wert.
 Japanisches Sprichwort

Eva Zihlmann

Frühling ist die schöne Jahreszeit, in der der Winterschlaf aufhört
und die Frühjahrsmüdigkeit beginnt.

Emanuel Geibel


Rita Studer

Jede Blume blüht in ihrem eigenen Tempo.
Suzy Kassem

Jil Achermann 

Das schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt,
wenn man ihn am dringendsten braucht.

unbekannt




Anita Reichlin

Lerne von der Geschwindigkeit der Natur: ihr Geheimnis ist Geduld.
Ralph Waldo Emerson


Silvia Zurfluh 

Der Frühling ist das Erwachen des Landes, 

die Märzwinde sind das morgendliche Gähnen.


Rainer Bachofner

Im Frühling, am Ende des Tages, solltest du nach Erde riechen.
Margaret Atwood



Lisbeth Bachofner

Die Planung eines Jahres beginnt im Frühling.
aus China

Coni Etlin

Die Bäume fahren im Frühling aus der Haut.

Wilhelm Busch 

Erwin Achermann

Im Frühling habe ich 136 verschiedene Wetterlagen innerhalb von 24 Stunden gezählt.
Mark Twain

Maja Berneis

Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling.
Vincent van Gogh 

Jost Etlin

Die Erde lacht in Blumen.
Ralph Waldo Emerson



Luzi Caviezel

Steigt der Saft in die Bäume, erwachen die Frühlingsträume
Bauernregel

Karin Gottenkieny

Die Verheissung der Ankunft des Frühlings ist genug,
um jeden durch den bitteren Winter zu bringen.

Jen Selinsky

Christina Schumacher

Aller Dinge Anfang ist ein Tag im Frühling.
aus Carmina Burana

Barbara Bachmann

Der Frühling bringt neues Leben und neue Schönheit in alles, was ist.
Jessica Harrelson


Regula Wyrsch

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.
 Friedrich Schiller

Brigitte Fischer

In den kleinsten Dingen zeigt die Natur ihre allergrössten Wunder. 

Carl von Linné

Pia Kaufmann

Riechst du das auch? Es riecht nach Frühling! 

unbekannt

Petra Birk

Frühling ist, wenn die Seele wieder bunt denkt.
unbekannt

Thomas Tschudi


Wie lange der Winter auch sein mag,
der Frühling kommt bestimmt.
Englisches Sprichwort

Ramon jud

Im Frühjahr kehrt die Wärme in die Knochen zurück.
Vergil

Jasmin Schwitter

Jeder Frühling trägt den Zauber eines Anfangs in sich.
Monika Minder



Sibylle Schnell
 

Frühling, Sommer und dahinter
gleich der Herbst und bald der Winter –
ach, verehrteste Mamsell,
mit dem Leben geht es schnell.

Wilhelm Busch

WOCHE 71: 

FRüHLING

Jury: Julia, Hyewon, Sam, Yecia, Lin Yuxi, Kaori, Munkherden, Stella und viele mehr...  
Veröffentlichung: 6. April 2025


Oft werde ich gefragt, was ich – neben Familie und Freunden – fern von der Heimat am meisten vermisse. Da "Käse" bei mir nicht als Antwortoption gilt und es sogar Läderach-Schokolade in Singapur zu kaufen gibt, antworte ich stets mit: "die Berge und den Frühling."

Nach zwei Jahren in der tropischen Wärme spüre ich immer deutlicher, wie sehr mir die vier Jahreszeiten fehlen. Den Sommer – übrigens meine liebste Jahreszeit – habe ich hier immer. Mit durchschnittlichen Temperaturen von 29 Grad ist es für mich perfekt; zu heiss war es mir hier noch nie. In der Schweiz hingegen leide ich schnell unter den tiefen Temperaturen. Winter? Nein danke! Schon als Kind wusste ich: Das wird keine grosse Liebe. Frostbeulen, ständig eiskalte Finger und das Gefühl, nie ganz warm zu werden – da hätte ich mich am liebsten wie ein Murmeltier in den Winterschlaf verabschiedet. Aber der Frühling? Den vermisse ich wirklich. Und genau deshalb habe ich mir die besondere Challenge "Frühling: von euch für mich" überlegt.

Ich war überwältigt, als ich die ersten Fotos von euch erhielt. Erst trudelten sie vereinzelt ein, dann plätscherten sie in grösseren Mengen – und am Ende wurde ich regelrecht von einer Frühlingsbilder-Flut überrollt! Offenbar wollten alle 30 Teilnehmenden das versprochene Abendessen bei mir gewinnen. Wobei sie vermutlich nicht wissen, wie talentfrei ich in der Küche bin.Insgesamt erreichten mich übrigens 120 Bilder – eine Wucht an Farben, Blüten und kreativen Kompositionen. Leider hat es jedoch niemand geschafft, mir den Duft des Frühlings mitzuliefern.

 Die grosse Anzahl an Einsendungen hat mich natürlich riesig gefreut – mich aber auch ein bisschen ins Schwitzen gebracht. Vielleicht war ich doch ein wenig zu spontan mit meiner Idee? Erst denken, dann posten wäre vielleicht ein guter Vorsatz fürs nächste Mal…

Zum Glück kam meine Freundin Julia, die seit letzter Woche wieder in Singapur lebt, zur Rettung. Sie erklärte sich bereit, Teil der Jury zu sein und am Donnerstag eine erste Vorauswahl zu treffen. Am Freitag habe ich dann – zusammen mit meinem Englischlehrer Sam – das Finale organisiert: Meine Klasse bildete die Hauptjury, doch auch viele andere Lernende kamen in den Pausen vorbei, bestaunten die kleine Ausstellung und gaben ihre Stimmen ab. Jeder und jede durfte sechs Punkte vergeben.

Schlussendlich bin ich stolz darauf, sagen zu können, dass die Gewinnerbilder von einer internationalen und unabhängigen Jury gekürt wurden – mit Mitgliedern aus Japan, China, Malaysia, Indonesien, Italien, Deutschland, Spanien, Kolumbien, Südkorea, Frankreich, Australien und sogar der Mongolei. Das alles selbstverständlich in einem fairen, demokratischen Verfahren. Und die Stimme aus der Schweiz? Die verhielt sich – wie könnte es anders sein –
vollkommen neutral!

Ach ja, fast hätte ich’s vergessen:
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt.
Der Gewinn kann weder umgetauscht noch in bar ausbezahlt werden. ;-)

In diesem Sinne:
Danke für euren Frühlingszauber!


DIE JURY BEI DER ARBEIT...

oben links die Kernjury, vor der Arbeit - unten rechts, nach der Arbeit ;-)