Wochenthema
"UMRISSE"
And the winner is...
WOCHE 25:
umrisse
Auftraggeberin: Rosmarie Thoma
Veröffentlichung: 3. März 2024
Schatten haben nur Umrisse, kein Innenleben.
(unbekannt)
Es ist anfangs Februar in Melbourne und ich stehe auf dem Balkon unserer AirBnB-Wohnung. Mitten in der lärmigen und chaotischen Grossstadtkulisse geniesse ich die Aussicht vom sechsten Stock auf einen Zebrastreifen. Dabei sehe ich den Leuten ganz fasziniert beim Überqueren der Strasse zu. Fasziniert deshalb, weil "die Fremden da unten" ganz spezielle Schatten mit klaren, dunklen UMRISSEN werfen, die es in Singapur "so" nicht zu sehen gibt.
Könnte der viele Regen Singapurs - der es der Sonne verunmöglicht, Schatten zu werfen - Schuld daran sein? Oder liegt es an der Tatsache, dass Singapur lediglich 151.97 Kilometer vom Äquator entfernt ist und die Sonne - aufgrund ihres Winkels - deshalb weniger Schatten wirft? Vielleicht - und dies ist meine dritte und letzte Vermutung - liegt es einfach daran, dass ich mir in Singapur- trotz Sabbatical - zu wenig Zeit nehme, um Schatten und ihre UMRISSE zu beobachten...
1-2, 3-4 und viele... UMRisse!
Wochenthema
"ÜBERRASCHEND"
And the winner is...
WOCHE 24:
Überraschend
Auftraggeber: Benno Bühlmann
Veröffentlichung: 25. Februar 2024
Zwischenzeitlich leben wir bereits mehr als ein halbes Jahr in Singapur und fühlen uns bereits sehr heimisch. Da der Stadtstaat mit einer Fläche des Kantons Glarus eher klein und übersichtlich ist, kennen wir ihn zwischenzeitlich wahrscheinlich besser als die Schweiz. Trotzdem sind wir in einer - für uns -fremden Kultur gelandet. Deshalb hat uns hier in den ersten Monaten einiges ÜBERRASCHT.
Da die dieswöchige Challenge den Titel ÜBERRASCHEND trägt, habe ich mich entschieden, rückblickend eine Liste über ÜBERRASCHENDE Erkenntnisse zu erstellen und dazu passende Fotos zu knipsen. Zusätzlich habe ich auch Besucherinnen und Besucher sowie andere Expats zu ihren ÜBERRASCHENDSTEN Erkenntnissen befragt. Witzigerweise kamen dort immer die gleichen Antworten, die sich auch mit meinen Punkten decken. Auf der einen Seiten haben Sauberkeit, Ordnung und Ruhe beeindruckt, auf der andern Seite, das viele Grün, die freilaufenden Vögel sowie die Freundlichkeit der Menschen. Doch es gibt noch viele andere ÜBERRASCHENDE Fakten über Singapur.
Deshalb: schau dir die Zusammenstellung an und...
LASS DICH ÜBERRASCHEN!
16 überraschende Fakten
ÜBERRASCHEND: Singapur ist grün.
mehr dazu: Woche 21 unter CONCRETE&JUNGLE
ÜBERRASCHEND: Überall blühen Blumen.
Fast die Hälfte der Landfläche Singapurs besteht aus Grünfläche. Blumen und Pflanzen wachsen nicht nur in den zahlreichen Parks und Gärten, sondern auch an den ungewöhnlichsten Orten. Insgesamt sollen im Stadtstaat 2100 einheimische Pflanzenarten wachsen und das Bukit-Timah-Naturschutzgebiet soll auf einem Hektar mehr Baumarten beherbergen, als in ganz Nordamerika zu finden sind.
Quelle: https://www.visitsingapore.com/de_de/editorials/amazing-things-you-never-knew-about-singapore/
ÜBERRASCHEND: Vögel gehören zum Stadtbild.
mehr dazu: Woche 17 unter TIERE IM GROSSSTADTDSCHUNGEL
ÜBERRASCHEND: In Singapur ist alles geregelt, geordnet und sehr sauber.
Singapur hat den Ruf als "Stadt der Bussgelder". Es gibt so viele Bussgelder für Dinge, die in anderen Ländern teilweise völlig untergehen. Die strikten Regeln und deren Befolgung sind Teil der Gründe, warum die Stadt so sauber und einladend bleibt. So darf beispielsweise in den öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gegessen und getrunken werden und es darf nur in speziell ausgewiesenen Bereichen geraucht werden. Zudem ist auch Spucken an öffentlichen Orten strafbar.
Quelle: https://hospitalityinsights.ehl.edu/de/dos-and-donts-in-singapur-diese-regeln-sollten-sie-kennen
ÜBERRASCHEND: Es ist verboten, sich im öffentlichen Raum nackt zu zeigen.
"Jede Person, die im öffentlichen Raum nackt sichtbar ist, ist eines Vergehens schuldig", heisst es im Gesetz. Das Verbot erstreckt sich auch auf die eigene Wohnung oder ein Hotelzimmer, wenn man etwa durch ein Fenster von der Strasse aus zu sehen ist.
Quelle: https://www.news.at/a/zehn-verbote-singapur-8258384
ÜBERRASCHEND: Auf Singapurs Strassen fahren - verhältnismässig - wenig Autos.
89 Prozent aller Singapurer besitzen kein Auto. Seit 2018 bremst Singapur das Wachstum bei den Privatautos systematisch aus: neue werden derzeit nur noch zugelassen, wenn alte dafür verschwinden.
Quelle: https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/singapur-verkehr-metro-100.html
ÜBERRASCHEND: Neben modernen Wolkenkratzern befinden sich sehr viele historische Häuser.
In Singapur wird fleissig gebaut. Die kleinen bunten Häuserzeilen von Little India oder Chinatown sind von Wolkenkratzern umstellt. Seit einigen Jahren aber setzt sich der Staat für den Erhalt dieses architektonischen Erbes aus. Der Charme der kleinen Geschäfte, der Tempel, Kirchen und Moscheen soll erhalten bleiben. Derzeit stehen mehr als 8000 Häuser unter Denkmalschutz.
Quelle: https://lilos-reisen.de/singapur-skyscraper-und-supertrees/
ÜBERRASCHEND: Fast alle fahren MRT!
Die Mass Rapid Transit (MRT) geniesst weltweit einen ausgezeichneten Ruf, da sie günstig und extrem zuverlässig und erschlossen ist. Eine Fahrt kostet je nach Streckenlänge umgerechnet zwischen 1 und 2 Franken und man muss nie länger als ein paar Minuten auf eine Bahn warten.
mehr dazu: Woche 10 unter OBEN-UNTEN
ÜBERRASCHEND: Veränderungen werden schnell umgesetzt; manchmal scheinbar über Nacht!
Singapur ist ein Stadtstaat mit unglaublichem Tempo. Man spricht schnell und man gibt Gas. Oder man es ausdrückt: "GoGoGo-City!"
ÜBERRASCHEND: In Singapur leben die vertretenen Volksgruppen friedlich miteinander.
Seit der Zeit als Kolonie im 19. und 20. Jahrhundert kamen Menschen aus Indien, China und aus dem gesamten malaiischen Archipel auf der Suche nach einem besseren Leben auf die Insel und haben in Singapur das Fundament geschaffen, auf dem der Stadtstaat aufgebaut wurde. Diese Volksgruppen haben ihre jeweils eigenen Muttersprachen, die die meisten Singapurerinnen und Singapurer noch heute sprechen. Im öffentlichen Alltag wird jedoch in Englisch - beziehungsweise Singlish - kommuniziert. Die unterschiedlichen Feste, Traditionen und Bräuche werden gemeinsam - als ein Volk - gefeiert.
Quelle: https://www.visitsingapore.com/de_de/editorials/a-kaleidoscope-of-cultures/
ÜBERRASCHEND: Alten Menschen - Aunty & Uncle - begegnet man mit grossem Respekt.
Es ist unter Einheimischen üblich, dass man jede Person, die wesentlich älter als man selbst, mit Tante und Onkel anspricht. Auf diese Weise demonstriert man gegenüber älteren Personen Höflichkeit und Anstand.
https://hospitalityinsights.ehl.edu/de/dos-and-donts-in-singapur-diese-regeln-sollten-sie-kennen
ÜBERRASCHEND: Die grossen Feiertage der Religionen werden in ganz Singapur gefeiert.
Singapur garantiert seinen Einwohnerinnen und Einwohnern Freiheit in Bezug auf ihre Religion. Aktivitäten, die das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Religionen gefährden könnten, stehen unter Strafe. Rund 51 Prozent der Bevölkerung sind buddhistischen Glaubens oder gehören den chinesischen taoistischen Glaubenslehren an. Die andere Hälfte verteilt sich auf Hindus, Muslime, Christen und kleine Gemeinden der Juden, Sikhs, Zoroastrier und Jains. Auffällig ist, dass in vielen Stadtvierteln chinesische und hinduistische Tempel, Moscheen und Kirchen oft eng nebeneinander stehen und sich die Gläubigen mit gegenseitigem Respekt begegnen. Die grossen Feiertage der Religionen - wie das chinesische Neujahrsfest, das hinduistische Deepavali, Ramadan und Weihnachten - werden in ganz Singapur gefeiert.
ÜBERRASCHEND: In Singapur kommen Brunch- und Kaffeeliebhaber auf ihre Kosten.
In Singapore gibt es über 320 Coffeeshops, in denen man hervorragend frühstücken kann. Zählt man die Möglichkeiten in den "Hawkercentern und HBD's" dazu, sind es etwa 2000 Lokale.
Quelle: https://www.danielasblog.com/blog/kopi-kaffeekultur-in-singapore
ÜBERRASCHEND: Singapur ist ein Paradies für kulinarische Feinschmeckerinnen und Feinschmecker.
Nirgendwo sonst gibt es solche köstliche Vielfalt auf engem Raum. Die reichhaltige kulinarische Landschaft Singapurs – von Hawker- und ethnischen Lokalen bis hin zu Restaurants mit Michelin-Sternen – spiegelt die multikulturelle Identität des Landes wider.
Quelle: https://www.rotary.org/de/culinary-paradise-singapore
ÜBERRASCHEND: Schirme sind in Singapur - bei Regen und Sonnenschein - ein unverzichtbares Accessoire.
Und dieses fotografierte Exemplar geniesst Kult-Status!
ÜBERRASCHEND: Fast alle tragen zu grosse Schuhe :-)...
vielleicht liegt es daran, dass man - vor dem Betreten eines Hauses oder einer Andachtsstätte - die Schuhe auszieht?
Wochenthema
"ARMUT IN SINGAPUR"
And the winner is...
WOCHE 23:
ARMUT IN SINGAPUR
Auftraggeberin: Lisbeth Bachofner
Veröffentlichung: 18. Februar 2024
Armut? Unwillkürlich denken viele bei diesem Stichwort an Obdachlose oder an Bettler, denn dort wird Armut sichtbar. Da jedoch Betteln in Singapur illegal ist, trifft man selten auf bettelnde Menschen[1]. Auch Obdachlose sind im Stadtstaat schwer zu finden, denn auch im Freien zu schlafen ist verboten und jede Person, die dabei ertappt wird, kann zur "Pflege und Rehabilitation" in eines der zwölf Sozialheime eingewiesen werden. Sichtbare Armut ist weit vom Image Singapurs entfernt, denn mit Singapur soll Erfolg und Reichtum assoziiert werden[2]...
Singapur hat sich schon früh als Steueroase profiliert und konnte folglich erfolgreich Investoren aus aller Welt anlocken. Wie die Stuttgarter-Zeitung[3] berichtet, hat sich der Stadtstaat in wenigen Jahrzehnten zu einem "Drehkreuz für Handel und Industrie"entwickelt. Zudem gilt "Asiens kleine Schweiz" – wie Singapur genannt wird - seit 2022 als weltweit führender Finanzplatz. Deshalb verwundert es nicht, dass Singapur 2023 in der Rangliste der reichsten Länder auf dem fünften Platz liegt[4].
Das Leben scheint sich hier in Hochglanz abzuspielen! Gerade deshalb überrascht es auch nicht, dass Singapur vom britische Magazin "The Economist" auch 2023 bereits zum neunten Mal in den letzten elf Jahren zur Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten weltweit gekürt wurde[5]. Ein Titel – so wurde es auf der Reiseplattform Travelbites[6] vermerkt - von zweifelhaftem Ruhm, denn als Kriterien für dieses Ranking werden die Preise von Produkten des alltäglichen Bedarfs beigezogen und weltweit verglichen. Dass sich diese kostspielige Hochglanzwelt nicht alle leisten können, liegt auf der Hand.
Davon schreibt auch Simran Pasricha[7], der darauf hinweist, dass die Armutsquote der älteren Bevölkerung in den vergangenen Jahren besonders stark angestiegen sei. Deshalb müssten die meisten von ihnen auch nach ihrem Ruhestand noch arbeiten, denn sie kämen nur mit einem Zusatzverdienst über die Runden.
Von einem weiteren Missstand wird in der WOZ[8] berichtet. Satte 40 Prozent der Erwerbsbevölkerung von Singapur seien Arbeitsmigranten. Unter diesen Zugewanderten gäbe es eine klare Hierarchie: Während sich "oben" die qualifizierten und privilegierten Einwanderer, die ungefähr zehn Prozent aller Erwerbstätigen ausmachen, einordnen, befinden sich 30 Prozent aller Arbeitnehmenden "ganz unten" denn sie gelten als unqualifiziert und unterprivilegiert. Der Journalist Simon Peth[9] ergänzt, dass es für sie weder einen Mindestlohn noch die Möglichkeit ihre Familie nachkommen zu lassen, gäbe. Sie kommen aus Myanmar, China, Malaysia, Bangladesch oder den Philippinen, arbeiten nicht selten sieben Tage die Woche und leisten zudem noch unzählige Überstunden. Wie die WOZ hinzufügt, werden sie von ihren Arbeitgebern in Massenunterkünften, die sich in Containerbauten an den äussersten Stadtgrenzen hinter hohen Zäunen befinden, untergebracht. Am frühen Morgen chauffiert man sie in den offenen Lastwagen zu ihrem Arbeitsplatz, wo sie am Abend wieder eingesammelt werden. Für wenig Lohn schuften sie auf Baustellen, als Reinigungskräfte, in der Chemie- und Ölindustrie oder man sieht sie beim Unkrautjäten am Strassenrand. Für viele Einwohnerinnen und Einwohner von Singapur ist dies "normal", denn auch im Privatbereich ist es üblich, dass man einen "Helper" beziehungsweise eine "Maid"beschäftigt. Auch sie arbeiten für sehr wenig Geld und kennen keine festen Arbeitszeiten.
Bei diesen Schilderungen wird klar, dass die Einkommen in Singapur sehr ungleich verteilt sind. Es zeigt auf, dass selbst in einem der reichsten Länder der Welt Armut existiert und dass Arme und Reiche zwar im gleichen Land – jedoch in zwei komplett verschiedenen Welten leben. Armut hat viele Gesichter!
[1] https://www.streetchildren.org/legal-atlas/map/singapore/status-offences/is-it-illegal-for-children-to-beg
[2]https://www.researchgate.net/publication/341639325_Older_Homeless_People_in_Singapore_An_Ethnographic_Study
[3] https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.50-jahre-singapur-armut-hinter-schoener-fassade.b1f71b34-ed8a-4218-9e72-181a4d6df73f.html
[4] https://www.handelsblatt.com/politik/international/ranking-2024-das-sind-die-zehn-reichsten-laender-der-welt-nach-bip-pro-kopf/24424110.html
[5] https://www.presseportal.de/pm/29138/5661267
[6] https://www.travelbites.de/singapur-eine-stadt-viele-welten/
[7] https://borgenproject.org/elderly-poverty-in-singapore/
[8] https://www.woz.ch/lmd/23-09/reiches-singapur-armes-singapur/!B6S39ER1YMSM
[9] https://suedostasien.net/singapur-vom-mensch-zum-inputfaktor/
ARMUT HAT VIELE GESICHTER
11 weitere Bilder zu den Themen "Arbeitsmigranten", "Bettlerinnen" und "Altersarmut"...
Wochenthema
"MOTIVATION"
And the winner is...
WOCHE 22:
MOTIVATION
Auftraggeber: Andreas Landolt
Veröffentlichung: 11. Februar 2024
Sydney, 05.02.2024. - Ich stehe staunend am Bondibeach und blicke gebannt Richtung Meer. Die Wellen hier sind meterhoch und steigen in unregelmässigen Abständen aus dem Meer empor. Schäumend, klatschend, rauschend, schimmernd, majestätisch... GEWALTIG!
Dies sind perfekte Bedingungen für die unzähligen Surferinnen und Surfer, die draussen im Meer ausharren und die aktuelle Lage sorgfältig inspizieren. Wenn sie Geduld haben und lange genug warten, wird sie das Meer mitnehmen; nur ein paar Meter, lediglich eine Welle beziehungsweise eine Wellenlänge lang. Der Surfer Timo Sternemann beschreibt es folgendermassen. [1]
„Du wirst sie reiten, diese eine perfekte Welle, und du wirst wissen, dass es nichts gibt, was vergleichbar ist mit diesem Moment.“
Damit beschreibt er das "Flow-Erleben", jenen psychologischen Zustand, indem eine Person vollständig in eine Tätigkeit versunken ist und das Gefühl von völliger Vertiefung und Konzentration erlebt. Das Zeitgefühl ist verzerrt, denn man ist komplett im Moment und nur auf das eigene Tun fokussiert. Da man dieses "Flow-Erlebnis"
immer wieder aufs Neue erfahren möchte, wird daraus die nötige MOTIVATION generiert[2].
Auch bei mir ist die "nötige Motivation generiert". Mit meiner Canon ausgerüstet, warte auch ich auf die nächste Welle, um im richtigen Moment abzudrücken. Vollkommen im Flow und motiviert wie immer...
[1] https://www.allyoucansurf.de/moledo/impressum
[2] https://www.freshsurf.de/2023/06/27/flow-zustand-beim-surfen/
WEITERE 14 Bilder...
Wochenthema
"ConcretE&Jungle"
And the winner is...
WOCHE 21:
ConcretE&Jungle
Auftraggeberin: Silvia Frank
Veröffentlichung: 4. Februar 2024
"Beton-dschungel" oder "Beton&Dschungel"?
Um es gleich vorweg zu nehmen: Singapur ist alles andere als ein Betondschungel! Überall, egal aus welchem Fenster man schaue – so beschreibt es Fokus – blicke man auf Grün [1]!Auch von andern Medien wird Singapur beispielsweise als ein "Dschungel mit 5.4 Millionen Einwohnern[2]", als "Grüne Stadt der Superlative[3]" oder als "Grüne Revolution in der Betonwüste[4]" bezeichnet.
Und wirklich; mit bepflanzten Wolkenkratzern, den futuristischen Gärten, seinen über 300 Parks sowie den vier Naturschutzgebieten wird Singapur zu Recht als "Garden City" bezeichnet. Wie aus dem Reisemagazin "Urlaubstracker" hervorgeht, ist der Stadtstaat im weltweiten Vergleich bezüglich Klimaschutz und Nachhaltigkeit eine echte "Vorzeige-Metropole". Aktuell lägen zwar Städte wie Vancouver, Wien, Oslo und Kopenhagen im Ranking noch vor Singapur, doch mit den ehrgeizigen Zielen, die Singapur verfolge, wolle man zur grünsten Stadt der Welt werden[5].
Auch Focus berichtet, dass sich Singapur in wenigen Jahren von der "Garden City" in eine "City in a Garden" verwandeln wolle. Dazu gebe der "Green Plan 2030" die Nachhaltigkeitsstrategien mit ehrgeizigen Zielsetzungen in den unterschiedlichen Bereichen vor. So soll zukünftig niemand mehr als zehn Minuten Fussweg von einem Park entfernt wohnen. Dazu werden über eine Million neue Bäume bepflanzt, um sämtliche Grünanlagen der Stadt miteinander zu verbinden[6].
Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, gilt das Bepflanzen von Gebäuden als Schlüsselstrategie. Seit 2005 sorgt ein Gesetz dafür, dass jeder Neubau ein Nachhaltigkeitssiegel erhält. Jeder Quadratmeter Boden, der überbaut wird, muss seither als Grünfläche, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist, ersetzt werden[7]. Als Folge waren bereits Ende 2020 43 Prozent der Bauten in Singapur begrünt. 2030 sollen es 80 Prozent sein[8].
Immer mehr wird – so die Buchautorin Julia Lassmer - der "graue und triste Hochhausbeton" in "sauerstoffproduzierendes Grün" verwandelt. Die Vorteile lägen dabei auf der Hand, denn die Bepflanzungen würden die Luft säubern, wirkten wärmedämmend und seien bei Starkregen eine Entlastung für die Wasserabläufe[9]. Gemäss Autorin wurde auch der Anbau von Lebensmitteln im "Green Plan 2030" verankert. Diesbezüglich soll zukünftig 30 Prozent von Singapurs Nahrungsmittelbedarfs lokal produziert werden. Dies mache den Stadtstaat nicht nur unabhängiger von anderen Ländern, sondern verringere weite Transportwege und senke die dadurch entstehenden Emissionen. Bereits heute gebe es neben den urbanen Gartenfarmen, unzählige Dachgärten auf Parkhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Gebäuden, in denen Obst, Gemüse und Kräuter gedeihen. Oft kämen moderne Technologien zum Einsatz, mit deren Hilfe Bewässerung und Beleuchtung der Pflanzen effizient reguliert würden.
Deshalb kommt es nicht überraschend, dass bereits 2018 das Schweizer Fernsehen SRF die Innovationen Singapurs als "hochhaus überlegen" bezeichnete. Mit dem Beitrag "Vertikales Grün – gut für Seele und Klima" berichtete damals die Sendung "Kulturplatz" über die Begrünung in Singapur. Auf die Frage, was die Schweiz von Singapur lernen könne, wurde abschliessend folgende Antwort gegeben:
«Sowohl das Bevölkerungswachstum als auch der Klimawandel zeigen uns auf, welche Herausforderungen auf uns zukommen. Wir können von Singapur lernen, wie wir in Zukunft Gebäude planen und bauen werden»[10].
Zu wünschen wäre es!
[1] https://www.focus.de/earth/ganze-stadt-ist-mein-garten-was-deutschland-von-singapur-fuer-die-staedte-der-zukunft-lernen-kann_id_232633492.html[2] https://www.welt.de/reise/staedtereisen/article242641785/Gruene-Stadt-Singapur-ist-ein-Dschungel-mit-5-4-Millionen-Einwohnern.html[3] https://www.explorer.de/reiseziele/asien/singapur/9-reisetipps-fuer-singapur.html[4] https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/br/singapur-gruen-102.html[5] https://www.urlaubstracker.de/nachhaltiges-singapur/[6] https://www.focus.de/earth/ganze-stadt-ist-mein-garten-was-deutschland-von-singapur-fuer-die-staedte-der-zukunft-lernen-kann_id_232633492.html[7] https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/gruner-daumen-singapur-3647833.html[8] https://www.forbes.at/artikel/gruene-architektur.html[9] https://globusliebe.com/singapur-nachhaltigkeit/[10] https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/leben-im-hochhaus-haushoch-ueberlegen-was-die-schweiz-von-singapur-lernen-kann
Wochenthema
"FREUDE"
And the winner is...
WOCHE 20:
FREUDE
Auftraggeberin: Regula Wyrsch
Veröffentlichung: 28. Januar 2024
Die Freude ist überall. Es gilt nur, sie zu entdecken.
Konfuzius, chinesischer Philosoph
Um bei meiner zwanzigsten Challenge Freude zu entdecken, habe ich mich auf den Weg zum "Merlion" gemacht. Nachdem diese Sagengestalt - mit dem Kopf eines Löwen und dem Körper eines Fisches – 1964 von der Tourismuskommission Singapurs als Logo für die Stadt entwickelt wurde, entstand 1972 die Merlion-Statue, die sich seither zum Publikumsmagnet gemausert hat. Täglich trifft man hier auf Menschen aus aller Welt, die sich vor dem 8.6 Meter hohen und 70 Tonnen schweren Wahrzeichen der Stadt ablichten lassen[1].
Und so ist es auch heute... ich begegne hier lauter fotogenen Menschen, die sich liebend gerne von mir fotografieren lassen. Freudig – teilweise vielleicht doch etwas sehr bemüht – lacht man in meine Kamera. Ein Lachen hier, ein Lächeln da; es herrscht überall sichtlich Freude!
[1] https://www.visitsingapore.com/de_de/see-do-singapore/recreation-leisure/viewpoints/merlion-park/
Wochenthema
"METAMORPHOSE"
And the winner is...
WOCHE 19:
METAMORPHOSE
Auftraggeberin: Maja Berneis
Veröffentlichung: 21. Januar 2024
Metamorphose? Was liegt da näher, als zu diesem Thema "Schmetterlinge" zu fotografieren. Da der Flughafen von Singapur Werbung für seinen riesigen Schmetterlingsgarten macht, beschliesse ich, mit der MRT nach "Changi" zu fahren. Wie auf der Website des Flughafens zu entnehmen ist, werde ich dort - unter einem gewölbten Glasdach in der Fülle von blühenden Pflanzen über 1000 tropische Schmetterlinge aus bis zu 40 Arten bestaunen dürfen[1]. Wie ich mich auf diese Challenge freue!
Doch leider wird es mit dem "paradiesischen Ort der der sanften Schmetterlinge[2]" nichts. Am Flughafen stellt sich nämlich heraus, dass es lediglich den Transitgästen vorbehalten ist, die bunten Prachtexemplare sehen zu dürfen. Deshalb steige ich wenige Minuten später - etwas frustriert und genervt - wieder in die MRT ein, um Plan B zu verfolgen. Der "Butterfly Garden" an der Tampine Street bleibt meine letzte Hoffnung.
Und wirklich; neben Block 124 einer HTB-Siedlung (sozialer Wohnungsbau) befindet sich - in der Tat - ein kleines aber feines Schmetterlingsparadies. Zwar tummeln sich hier - nach Angaben der Community - insgesamt nur gerade 50 Schmetterlinge[3] und wie aus der angebrachten Informationstafel zu entnehmen ist, sind im Garten lediglich neun unterschiedliche Schmetterlingsarten untergebracht.
Wie ich an diesem Nachmittag feststellen muss, lassen sich die "geflügelten Schönheiten" nur widerwillig fotografieren. Die meisten Falter sind schreckhaft und fliegen beim leisesten Annähern oft bereits wieder auf. Trotzdem gelingt es mir den "Mottled Emigrant", den "Tawny Coster" sowie den "Plain Tiger" vor die Linse zu kriegen.
2011 wurde dieses kleine Paradies dank der Initiative und Mitarbeit von den zahlreichen Mitgliedern der "Butterfly Interest Group" geschaffen. Mit viel Herzblut pflegen diese die unterschiedlichsten Blumen, Sträucher und Bäume, die für die Raupen als Nahrung, für die Puppen Schutz und Unterschlupf sowie für die Schmetterlinge als Nektar dienen. Seither steht für alle - sowohl für Bewohnerinnen und Bewohner als auch für die zahlreichen Gäste - ein naturnaher Ort zum Erholen und Entspannen offen[4].
Und dies ist auch an diesem Nachmittag der Fall. Nach zwei Stunden Aufenthalt in absoluter Ruhe mache ich mich total entspannt auf den Heimweg...
[1] https://www.changiairport.com/en/discover/attractions/butterfly-garden.html[2] https://www.singapur-singapore.de/changi-butterfly-garden/ [3] https://threebestrated.sg/tourist-attractions/tampines-changkat-butterfly-garden-tampines-209725050 [4] https://butterflycircle.blogspot.com/2011/12/new-butterfly-garden-at-tampines.html
Wochenthema
"EROTIK"
And the winner is...
WOCHE 18:
EROTIK
Auftraggeber: Fredi Gut
Veröffentlichung: 14. Januar 2024
Bereits seit einigen Wochen - genauer gesagt seit Beginn der Challenge - bereitet mir das dieswöchige Thema Bauchweh, Kopfzerbrechen und miese Laune. Je mehr wir uns der Woche 18 nähern, desto schlimmer wird es. Was um Gottes Willen soll ich zum Thema Erotik fotografieren? In der Not richte ich diese Frage an meine "Classmates", die mit mir die Englischschule besuchen. Da sie aus China, Japan, Südkorea, Vietnam, Belgien, Ukraine, Russland, Frankreich und Italien stammen, erhoffe ich mir eine breite Antwortenpallette. Dank meiner Frage entsteht eine spannende Diskussion darüber, was erotisch sein soll und was eben nicht. Man ist sich schnell darüber einig, dass nackte, ungepflegte - vorwiegend Männerfüsse - auf der sogenannten "Knisterskala" ganz weit unten rangieren. Konsens herrscht auch darüber, dass bedeckte und versteckte Körperstellen viel erotischer sind, als die "entblösste, plumpe Nacktheit". Nachdem sich meine italienische Kollegin als Tatoo-Liebhaberin outet, ist es jedoch mit der geordneten Diskussion und der friedlichen Einigkeit im Klassenzimmer vorbei. Das Thema spaltet unsere Klasse! Während sich meine drei japanischen Kolleginnen allesamt aussergewöhnlich deutlich als Tatoo-Verachterinnen positionieren, sind es vorwiegend die Europäerinnen, die Tatoos "sexie und cool" finden.
Kein Wunder, denn gemäss Statistika[1] trägt jede dritte Europäerin beziehungsweise jeder dritte Europäer Körperschmuck unter der Haut. Spitzenreiter ist Italien, wo nahezu jede zweite Person tätowiert ist. Wie der "Stern" ergänzt, sind Tattoos vorallem bei Jüngeren beliebt und hätten das Image von Rotlicht, Verbrechen und dem Rand der Gesellschaft längst hinter sich gelassen[2].
In Japan ist dies jedoch ganz anders. Noch immer werden im "Land der aufgehenden Sonne" Tätowierungen generell mit Kriminellen oder Abtrünnigen in Verbindung gebracht. "Japan Travel" schreibt, dass die Gang-Mitglieder der japanischen Mafia "Yakuza" neben auffällig bunten Anzügen auch an Ganzkörpertätowierungen zu erkennen seien. Deshalb würden in Japan alle Art von Tätowierungen mit dem organisierten Verbrechen assoziiert und seien gerade bei den konservativ eingestellten Japanerinnen und Japanern sehr verpönt. Auch die Hürden, um ein Tattoo-Studio zu eröffnen, sind immens. Da der Staat „das Färben der Haut durch Einspritzen von Farben mit einer Nadel“ als medizinische Handlung sieht, braucht es dazu einen Abschluss als Arzt [3]. Obwohl Tattoos legal sind, gibt es für Tätowierte viele Schranken. So verweigern zahlreiche Fitnessstudios, Schwimmbäder, Strände und Onsenbäder Tätowierten noch immer den Zutritt. In Reiseempfehlungen wird zudem darauf hingewiesen, dass Tätowierungen für einige Einheimische anstössig sein könnten[4].
Auch in China sind Tätowierungen oft ein Stein des Anstosses. So gab beispielsweise 2020 ein Tätowierungsverbot für Taxifahrer zu reden. Auch für chinesische Fussballspieler gilt das Gleiche. Das Regime in Peking hat im Dezember 2021 das Verbot erlassen und rät seinen Nationalspielern, die Tätowierungen endgültig entfernen zu lassen. Während in vielen Teilen der chinesischen Gesellschaft noch immer uralte Vorurteile gegenüber Menschen mit tätowierter Haut herrschen, gibt es – insbesondere in Städten wie Shanghai - aufkeimende Tattoo-Szenen. Wie aus einem Medienbericht der "South China Morning Post (SCMP)" hervorgeht, würden junge Menschen dazu neigen, die negative Assoziation von Tätowierungen zugunsten der positiven Bedeutung von "Coolness und Mode" beiseite zu schieben. So würden tätowierte Prominente und Sportler in chinesischen Medien immer mehr bewundert. Trotzdem versucht der Staat weiterhin die Popularität von Tattoos einzudämmen. Deshalb werden tätowierte Schauspielerinnen und Schauspieler in Filmen zensiert oder nachträglich eingefärbt und Fussballspieler, die noch immer Tattoos tragen, müssen mit langen Ärmeln spielen. Die SCMP weist abschliessend daraufhin, dass es für Tätowierte sehr schwierig sei einen Job zu finden. Auch in Japan und Südkorea zeigt sich ein ähnliches Bild. Sowohl japanische als auch südkoreanische Firmen verbieten ihren Mitarbeitenden Tattoos [5].
Hier in Singapur spürt man nichts von diesen Zensuren. Tattoos sind omnipräsent, weshalb es für mich eine Leichtigkeit ist, die Challenge auszuführen. Bereitwillig wird über die Bedeutungen der Körpermalereien Auskunft gegeben und gekonnt werden die Tattoos in Szene gesetzt. Einig ist man sich darüber, dass die Praktiken, die in China, Südkorea und Japan noch immer gelten, zukünftig nicht mehr funktionieren werden, da Tätowierungen auch in diesen Ländern immer mehr an Bedeutung gewinnen. Ob erotisch oder nicht, da scheiden sich die Geister ;-)!
[1] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/864407/umfrage/weltweite-umfrage-zum-tragen-von-tattoos/[2] https://www.stern.de/neon/wilde-welt/gesellschaft/laendervergleich--wo-die-groessten-tattoo-liebhaber-leben--7996790.html#:~:text=Bei%20den%20Dänen%20gaben%2041,die%20Schweden%20und%20die%20Dänen.[3] https://www.japan.travel/de/de/guide/tatowierung-japan-onsen/[4] https://gogonihon.com/de/blog/tattoos-in-japan-eine-lange-tradition/[5] https://www.scmp.com/lifestyle/fashion-beauty/article/3103469/why-tattoos-are-still-frowned-upon-east-asia-even-young
Wochenthema
"TIERE IM GROSSSTADTDSCHUNGEL"
And the winner is...
WOCHE 17:
TIERE IM GROSSSTADTDSCHUNGEL
Auftraggeber: Markus von Holzen
Tiere im Grossstadtdschungel? Wir leben in der Grossstadt und zwar mitten im Zentrum von Singapur! Trotzdem gibt es wenig Verkehr, keine Sirenen, praktisch keinen Lärm... ausser vielleicht, wenn ein Hahn kräht!
Ja, ihr habt richtig gelesen, denn Hühner, Küken und Hähne gehören mittlerweile zum Stadtbild wie die Hochhäuser, Tempel oder Ampeln. Deshalb habe ich mich entschieden, die aktuelle Challenge den Hühnern und Hähnen von Singapur zu widmen. So mache ich mich mit meiner Canon auf den Weg in unseren Tanjong Pagar Stadtpark und begegne – kaum aus dem Haus - bereits dem ersten Huhn, welches am Überqueren der Strasse ist.
Was idyllisch anmutet, ist für viele Einwohnerinnen und Einwohner aktuell ein grosses Ärgernis. Deshalb mehren sich die Meldungen und Berichterstattungen in den Medien. Während die Zeitung "The New Paper" im vergangenen Mai von einem "gackernden Ärgernis"[1] schrieb, veröffentlichte die "The Straits Times" im Juli einen Bericht mit dem Titel "Belästigung durch Gackern"[2].
Demzufolge handelt es sich bei den "Hühnern in der Innenstadt" um ein neueres Phänomen. Während in den Aussenquartieren Singapurs freilaufende Hühner seit Jahren ein Thema sind, werden sie in Zentrumsnähe erst seit Januar 23 gesichtet. Seither häufen sich die Negativschlagzeilen über die wilden Hühner. Sorgen macht man sich einerseits bezüglich Hygiene auf den Spielplätzen, andererseits wegen der Verkehrssicherheit. Die Art und Weise wie die Vögel die Strassen blockieren würden, sei gefährlich. [3]
Doch vor allem die Lärmbelästigung der Tiere wird von sehr vielen Bewohnerinnen und Bewohner als störend bezeichnet. Wie ein 48-jähriger gegenüber der Zeitschrift "Mothership" berichtete, wirke sich das dreistündige nächtliche Krähen eines Quartierhahns auf das Energieniveau seiner ganzen Familie aus[4]. Ein 83-jähriger Anwohner vergleicht das Krähen mit einem Wecker und merkt an, dass das Wildgeflügel sehr laut werden könne. Diesbezüglich gibt ein 46jähriger Taxichauffeur zu Protokoll:
„Manchmal beginnt der Lärm schon um 6 Uhr morgens und ist so aufdringlich, dass ich am liebsten frustriert schreien würde. Ich hätte wirklich nichts dagegen, wenn sie zu diesem Zeitpunkt getötet würden.[4]“.
Wie aus "Channel News Asia" hervorgeht, sorgte das Thema "Wildhühner" erstmals 2017 für Aufsehen. Die Agrar- und Veterinärbehörden (AVA) liessen damals verlauten, dass sie infolge mehreren Beschwerden 24 umherirrende Hühner töten liessen. Die Bestürzung in der Bevölkerung war sehr gross. Die AVA stellte erst später klar, dass nicht die Beschwerden der Grund für die Beseitigung der Hühner gewesen sei, sondern das Risiko der Ansteckung mit Hühnergrippe. Seit diesem Vorfall wird das Thema sensibler angegangen[5].
Deshalb setzt die Ava auf Aufklärung und verfolgt die Verringerung der Rastplätze als Ziel. So soll das regelmässige Beschneiden des Grases vom Nisten abhalten und das Anbringen von Netzen an Büschen, die Schlafstellen reduzieren. Zudem soll eine - seit März 23 lancierte Kampagne - die Bevölkerung davon abbringen, die Tiere zu füttern. Stattdessen werden sie für das konsequente Einsammeln der Eier motiviert.
Scheinbar funktioniert dieses Einsammeln bestens, denn meine Eiersuche blieb leider erfolglos. Stattdessen wurde ich heute Morgen schon wieder von einem Hahn geweckt!
PS: für alle die vor zwei Wochen mitgeraten haben... "Über den Wolken" und "I am sailing" ;-)!
[1] https://tnp.straitstimes.com/news/singapore/clucking-nuisance-complaints-grow-wild-chickens-become-increasingly-common-singapore[2] https://www.straitstimes.com/singapore/a-clucking-nuisance-complaints-grow-as-wild-chickens-become-increasingly-common-in-singapore[3] https://www.straitstimes.com/singapore/a-clucking-nuisance-complaints-grow-as-wild-chickens-become-increasingly-common-in-singapore[4] https://mothership.sg/2023/05/wild-fowl-jalan-bukit-merah/[5] https://www.channelnewsasia.com/singapore/wild-chickens-singapore-population-feathered-neighbours-focus-3027986